Der Württemberger Weinherbst ist die Zeit, in der aus reifen Trauben Schritt für Schritt der neue Jahrgang entsteht. 🍇🍷
Was passiert eigentlich im Herbst mit dem Wein?
Der Weinherbst ist eine der wichtigsten und spannendsten Zeiten im Weinbau, denn jetzt entscheidet sich, was später ins Glas kommt.
Wenn die Trauben ihre volle Reife erreichen
Im Herbst erreichen die Trauben nach und nach ihre volle Reife. Während dieser Zeit verändert sich ihre Zusammensetzung: Der Zuckergehalt steigt, gleichzeitig bleibt die Säure ein wichtiger Bestandteil und der typische Geschmack der jeweiligen Rebsorte entwickelt sich weiter.
Für die Weinmacherinnen und Weinmacher beginnt jetzt eine besonders entscheidende Phase. Denn der richtige Lesezeitpunkt hat großen Einfluss auf die spätere Qualität des Weins.
Die Weinlese beginnt
Sind die Trauben reif, startet die Weinlese. Je nach Weinberg, Lage und Bedingungen werden die Trauben von Hand oder maschinell geerntet.
Besonders wichtig ist dabei gesundes und hochwertiges Lesegut. Denn die Qualität der Trauben bildet die Grundlage für alles, was anschließend im Keller passiert.
Aus Trauben wird Most
Nach der Ernte geht es für die Trauben in den Keller. Dort werden sie zunächst sortiert, anschließend entrappt und je nach Weinart weiterverarbeitet und gepresst.
So entsteht der sogenannte Most. Bei Weißwein wird der Saft in der Regel relativ schnell von den Schalen getrennt. Bei Rotwein bleiben die Schalen häufig länger mit dem Saft in Kontakt, da sie unter anderem Farbe und weitere Bestandteile an den Wein abgeben.
Jetzt beginnt die Gärung
Ein besonders wichtiger Schritt ist die Gärung. Dabei wandeln Hefen den natürlichen Traubenzucker in Alkohol um.
Doch während der Gärung passiert noch mehr: Es entstehen zahlreiche Geschmacksnuancen, die den späteren Charakter des Weins mitprägen. Im Keller wird deshalb genau beobachtet, wie sich der junge Wein entwickelt.
Der Jungwein darf ruhen
Nach der Gärung ist der Wein noch lange nicht fertig. Der Jungwein darf nun weiterreifen und sich entwickeln. Dabei klärt er sich, gewinnt an Struktur und bekommt nach und nach seinen eigenen Charakter.
Je nach Weinstil lagert der Wein beispielsweise im Edelstahltank oder im Holzfass. Wie lange diese Phase dauert, hängt ganz davon ab, welcher Wein am Ende entstehen soll.
Herbstwissen: Was ist eigentlich Federweißer?
Eine typische Besonderheit des Weinherbstes ist Federweißer. Dabei handelt es sich um Traubenmost, der bereits angefangen hat zu gären.
Er befindet sich also gewissermaßen mitten auf dem Weg vom Traubensaft zum Wein und gehört für viele genauso zum Herbst wie Weinberge in warmen Farben und die laufende Weinlese.
Vom Weinberg bis ins Glas
Der Weinherbst zeigt besonders eindrucksvoll, wie viele einzelne Schritte hinter einer Flasche Wein stecken. Von der Reife der Trauben über die Lese und Verarbeitung bis hin zur Gärung und Reifung braucht es Erfahrung, Fingerspitzengefühl und vor allem Zeit.
Und genau das macht diese Jahreszeit in Württemberg so besonders. 🍇🍂
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Veröffentlicht am 13.09.2026.












