Der Wein ist eingeschenkt, man nimmt den ersten Schluck und merkt direkt: da stimmt etwas nicht. Heute erklären wir euch, welche Faktoren dazu beitragen können, dass euer Wein etwas ungewohnt oder sogar komisch schmeckt. So wisst ihr genau, worauf ihr für euren persönlichen Genussmoment achten müsst.
Weinfehler – daran kann es liegen:
Du möchtest die Hintergründe von Wein ein bisschen besser verstehen, aber kennst dich noch nicht so gut aus? Dann bist du hier genau richtig. Weinwissen muss nicht elitär oder schwer zugänglich sein. Mit ein paar Tipps bekommst du ganz schnell ein Gefühl dafür.
Zwei typische Gründe
Als erste Grund kann ein ganz typischer Weinfehler der Verursacher sein: der altbekannte Korkfehler. Dieser tritt heutzutage zum Glück nicht mehr so häufig auf, da die Industrie diesen Weinfehler stark reduzieren konnte. Dennoch sind Naturkorken nach wie vor fehleranfällig und können zu einem klassischen Korkfehler führen. Dieser wird meistens dann ausgelöst, wenn natürliches Chlor mit Pilzen im Korkholz reagiert. Betroffene Weine riechen dann etwas modrig, nach nassem Karton oder altem Keller und verlieren ihren fruchtige Note. Meistens ist der Wein dann leider auch völlig ungenießbar. Ein weiterer Grund kann ansonsten auch Oxidation sein. Wenn ein Wein etwas flach oder „alt“ schmeckt, hat er also vermutlich zu viel Luft abbekommen.
Eigene Präferenzen
Was theoretisch natürlich kein direkter Weinfehler ist, kann trotzdem den Geschmack beeinflussen: die eigenen Geschmackspräferenzen. Manchmal schmecken Weine sehr frisch oder sehr sauer, wirken etwas trocken oder stark lieblich – nicht jeder Wein muss einem schmecken. Das bedeutet nicht, dass der Wein selbst schlecht ist. Einige mögen kräftige Rotweine am liebsten, andere fruchtige Weißweine. Bei so einer großen Vielfalt an Weinen ist es ganz normal, dass einige mehr persönlichen Gefallen finden als andere. Am besten probiert man einfach aus, was einem selbst am besten gefällt und kann so die eigenen Lieblingsweine herausfinden.
Denn das Wichtigste zum Schluss: Weinverstehen muss nicht perfekt sein – es soll vor allem Spaß machen.
Weinwissen bedeutet nicht, alles perfekt benennen zu können. Es heißt vor allem: probieren, aufmerksam sein und herausfinden, was dir persönlich am besten gefällt. Je mehr du dich darauf einlässt, desto leichter erkennst du Unterschiede – und desto mehr Spaß macht es.
Also: Glas einschenken, den Wein bewusst wahrnehmen und neugierig bleiben. Mehr Weinverstehen beginnt mit dem ersten Schluck. 🍷
Immer aktuell informiert über spannende Themen aus der Weinheimat Württemberg – heute eine Echt Württemberger Weinmacherin – im Echt Württemberger Blog.
Veröffentlicht am 27.07.2026.



