Der Lemberger – tief verwurzelt in Württembergs Kultur. Die drittgrößte Rebsorte hier in Württemberg hat sich ihren guten Ruf verdient – in allen Hinsichten. Was den charakterstarken, vielfältigen Wein so besonders macht, zeigen wir euch heute.
Über diesen Wein kann man nicht oft genug sprechen: so viele Facetten wie der Lemberger weisen die wenigsten Rebsorten auf. Von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, hat sich der Lemberger mittlerweile als echtes Kulturgut Württembergs etabliert.
Ein Wein für royale Geschmäcker
Was hatten Bundespräsident Theodor Heuss, Fürst Bismarck und Napoleon gemeinsam? Richtig, auch sie sollen alle bereits den Lemberger als Rebsorte geschätzt haben. Der Lemberger hat schließlich eine beeindruckende Historie. Denn bevor die Sorte nach Württemberg oder sogar Deutschland kam, tauchte die Sorte erstmalig im 18. Jahrhundert in Österreich auf. Die Begrifflichkeit „Lemberger“ oder auch „Blauer Limberger“ gehen dabei jedoch auf die Weinbaugemeinde Lemberg in Slowenien zurück, welche im Jahr 1877 Reben exportierte. Heute gilt der Lemberger als „Paradeschwabe“ unter den Rotweinen und hat sich mit seinem individuellen Charakter einen besonders guten Ruf und Wohlwollen in Württemberg erkämpft. Die Rebsorte gedeiht am besten auf Löß-Lehm-Böden und erreicht in sehr guten Lagen sogar Spitzenqualitäten.
Vielfalt über Vielfalt
Je nach Ausbau glänzt der Lemberger in gänzlich unterschiedlichen Varianten. Ob leicht und fruchtig oder extrakt- und tanninreich: dieser Wein zeigt Vielfalt wie kaum ein anderer. Dabei eignen sich die Rosés und Blau Noir-Exemplare am besten für Einsteiger. Danach kann man sich ruhig auch langsam an die wuchtigeren Rotweine herantrauen – diese schmecken übrigens besonders gut zu deftigen Gerichten. Was die Aromen betrifft, so ist der Lemberger besonders von Paprika und Waldbeere geprägt und vereint würzige Aromen mit einer ganz besonderen Feuchtigkeit. Aufgrund dieser extremen Vielfalt ist es fast unmöglich, dem schönen Lemberger mit allgemeinen Beschreibungen gerecht zu werden. Stattdessen ist es viel sinnvoller – und leckerer – sich einmal querbeet durchzuprobieren und seinen ganz eigenen Lieblings-Lemberger herauszufinden. Am besten schmeckt er natürlich sowieso an einem großen Tisch, gemeinsam mit den eigenen Lieblingsmenschen.
Das zeigt: Diese Rebsorte repräsentiert stolz die kulturelle Vielfalt Württembergs. Angebaut an verschiedensten Stellen der Region bleibt der „Paradeschwabe“ ein unschlagbarer Begleiter im Glas. Also Mut zum Ausprobieren, einschenken und einen ganz eigenen Genussmoment mit einer der unzähligen Lemberger-Varianten erleben!🍷
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Veröffentlicht am 02.08.2026.






